Hellebarden der Münchner Stadtwächter

Eisen und Holz, 15.–17. Jahrhundert
Münchner Stadtmuseum

Im Mittelalter mussten die Bürger von München selbst für die Sicherheit ihrer Stadt und der Einwohnerschaft sorgen. Dafür übernahmen sie polizeiliche Funktionen: Gemäß den Stadtvierteln waren sie einer Wehrabteilung zugeteilt, die jeweils ein Viertelhauptmann befehligte. 

Erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts führten hauptberufliche Wächter und „Zirker“ den Streifendienst durch. Zu deren Hauptwaffe gehörte die Hellebarde oder Halmbarte, eine rund zwei Meter lange Hieb- und Stichwaffe. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung im mittelhochdeutschen „halm“ für Stiel und „barte“ für Beil. 

Heute ist für die Sicherheit in München neben der Landespolizei und der aus freiwilligen Hilfskräften bestehenden Sicherheitswacht unter anderem das Kreisverwaltungsreferat mit seinem Kommunalen Außendienst zuständig. Zudem erledigen in halböffentlichen Räumen wie etwa Bahnhöfen oder Einkaufszentren zunehmend private Sicherheitskräfte öffentliche Sicherheitsaufgaben.

Farbfoto im Hochformat. Das Foto zeigt das metallene, scharfe Ende einer Hellebarde, das sich aus verschiedenen scharfkantigen, flachen Metallteilen zusammensetzt: einem Mittelteil bestehend aus einer einem Beil ähnelnden langgezogenen Klinge auf der einen Seite und einer kleinen hakenförmigen Klinge auf der anderen Seite, und einer darüber angesetzten langen, schmalen Klinge, die den Abschluss bildet. Der auch zur einer Hellebarde gehörende hölzerne Schaft ist nur im Ansatz zu erkennen.