Bildschirme mit Liveübertragung von Überwachungskameras

Ausstellungsinstallation, 2025

In München werden große Teile des öffentlichen Raums durch mehr als 10.000 Kameras öffentlicher und privater Nutzer*innen überwacht. Nur einen Bruchteil betreibt die Polizei, da eine öffentliche Überwachung bloß an Orten mit hoher Kriminalität erlaubt ist. 

Kameras können jedoch keine schweren Straftaten verhindern, sondern lediglich bei einer späteren Aufklärung von Verbrechen helfen. Eine unmittelbare Beobachtung der Videobilder durch Personal ist kostenaufwendig und wird daher nur in geringem Umfang durchgeführt.

Die von der Stadtverwaltung ergriffenen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen haben im Wesentlichen zwei Ziele: Sie sollen die Sicherheit erhöhen und dadurch das Image Münchens positiv beeinflussen. Denn eine sichere Stadt verspricht wirtschaftliche Standortvorteile. Daher ist oft allein das Sicherheitsgefühl einer zahlungskräftigen Kundschaft von Bedeutung. Das Allgemeinwohl und der soziale Ausgleich geraten dabei schnell ins Hintertreffen.