Stadtgründer Herzog Heinrich XII. von Bayern

Stadtgründer Herzog Heinrich XII. von Baiern (1156–1180)

Zinkguss, Konrad von Knoll, 1864
Münchner Stadtmuseum

München verdankt sein Aufblühen dem Handel mit Salz. Der Transportweg dafür verlief von den Salinen in Reichenhall nach Westen in die Region nördlich des Bodensees, das Stammland von Herzog Heinrich XII. von Baiern, genannt „der Löwe“. 

Die entscheidenden Punkte des Verkehrsweges lagen an den Flüssen. Um diese zu queren, mussten die Handelsreisenden hohe Zölle an den jeweiligen Landesherrn abführen – ein gutes, gewinnbringendes Geschäft. Deshalb gründete Heinrich der Löwe 1158 an einem Übergang der Isar den Markt Munichen. 

Fortan profitierte die Stadt vom Salzhandel. Die Gewinne daraus spülten Geld in die Kassen der Münchner Kaufleute und des Landesherrn. München wurde zu einem blühenden Umschlagplatz. Die historische Grundlage für seinen Reichtum war gesetzt, wenngleich sich die Bedingungen und Verhältnisse der „Rich City“ München im Verlauf der Geschichte wandelten.

Die Abbildung zeigt die Statue von Herzog Heinrich XII. von Baiern. Die Statue wurde aus Metall gefertigt. Der Herzog hat ein Bein vorangestellt, trägt einen Kettenpanzer bestehend aus Kettenhemd, Kettenhose und Kettenschuhen, einen Helm, ein Schild und ein abgebrochenes Schwert. Auf Helm, Hemd und Schild sind Löwen zu sehen. Die Figur hat markante Gesichtszüge.