Racist City – eine Chronologie
1970 – 10. Februar
Bewaffnete Terroristen dringen gewaltsam in den Transitbereich und auf das Rollfeld des Riemer Flughafens ein und attackieren das Personal sowie die Passagiere eines israelischen Flugzeugs. Der Israeli Arie Katzenstein stirbt beim Versuch, seine Mitreisenden zu schützen. Neun weitere Fluggäste werden zum Teil schwer verletzt. Seit 2025 erinnert eine Skulptur der Künstlerin Alicja Kwade in Riem an die Geschehnisse.
1970 – 13. Februar
Bei einem Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum und Altenheim in der Reichenbachstraße sterben sieben Menschen. Bis heute sind die politischen Hintergründe der Tat ungeklärt.
1972 – 5./6. September
Die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September nimmt Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft als Geiseln, um die Freilassung von über 300 in Israel inhaftierten Palästinenser*innen zu erpressen. Zwei der Geiseln sterben schon kurz nach Beginn des Anschlags durch Schüsse der Geiselnehmer. Die weiteren neun israelischen Geiseln und ein deutscher Polizist kommen während des Befreiungsversuchs der bayerischen Polizei durch Schüsse der Palästinenser und durch eine Rauchvergiftung ums Leben.
1974 – 3. April
Der Münchner Stadtrat beschließt die Gründung eines Ausländerbeirats. Zu diesem Zeitpunkt macht die ausländische Bevölkerung in München 17 Prozent der Einwohner* innen aus. Im November 1974 wird der Ausländerbeirat von einem Wahlmännergremium bestimmt. Er berät von nun an den Stadtrat und die Verwaltung in allen Fragen, die Migrant*innen in München betreffen. Außerdem soll er die Verbindung zwischen Migrant*innen und Einheimischen sowie kulturelle, sportliche und soziale Aktivitäten der ausländischen Bevölkerung fördern. Seit November 1991 wird der Ausländerbeirat direkt von den ausländischen Münchner*innen gewählt. Die Umbenennung in Migrationsbeirat erfolgt 2016.
1980 – 26. September
Der Rechtsterrorist Gundolf Köhler tötet mit einer selbstgebauten Bombe am Haupteingang des Oktoberfests 13 Menschen und sich selbst, 221 Menschen werden verletzt, davon 68 schwer. Das „Oktoberfestattentat“ ist der bis dato schwerste Terrorakt in der Geschichte der Bundesrepublik. Der rechtsterroristische Hintergrund der Tat wird lange geleugnet. In ihrem Abschlussbericht vom November 1982 gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Täter den Anschlag allein und aus persönlichen Motiven plante und durchführte. Nach erneuten Ermittlungen von 2014 bis 2016 wird zwar das rechtsterroristische Motiv der Tat betont, jedoch werden „keine konkreten Anhaltspunkte für eine strafrechtliche Beteiligung weiterer Personen als Mittäter, Anstifter oder Gehilfen bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Anschlags“ gefunden.
1984 – 7. Januar
Bei einem Brandanschlag der rechtsterroristischen Gruppe Ludwig auf die Diskothek Liverpool in der Schillerstraße werden acht Menschen teilweise schwer verletzt. Die Barfrau Corinna Tartarotti stirbt am 27. April 1984 an den Folgen des Anschlags. Seit wenigen Jahren wird an den Anschlag und die Verstorbene auch öffentlich erinnert, nachdem sich die Gruppe Antisexistische Aktion München (asam) dafür eingesetzt hat.
1992
Anfang des Jahres halten sich etwa 7.000 Asylbewerber*innen, aufgrund der Jugoslawienkriege hauptsächlich aus Südosteuropa, in München auf. In Turnhallen, Schulen und Fabriken werden Notunterkünfte eingerichtet. Die Politik setzt auf Abschreckung und Abwehr: Der bayerische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Erich Riedl (CSU) fordert eine „asylantenfreie Zone“ für einen Teil Münchens. Die Stadt München stellt 40 Container als Sammelunterkunft auf der Theresienwiese auf und signalisiert damit, dass die Durchführung des Oktoberfests gefährdet sei. In vielen Stadtteilen demonstrieren Münchner*innen gegen die Errichtung solcher Unterkünfte in ihrer Nachbarschaft. Der Münchner Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) tritt für eine Verschärfung des Asylrechts ein.
1992 – 6. Dezember
Unter dem Motto „München – eine Stadt sagt Nein“ bilden über 400.000 Menschen eine Lichterkette, um gegen die rassistischen Mordanschläge von Mölln und Solingen sowie gegen die rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda und Rostock zu protestieren. Die Münchner Lichterkette wird zum Vorbild für viele ähnliche Demonstrationen in Deutschland und Österreich.
1993 – 16. Mai bis 7. Juli
Etwa 150 von der Abschiebung bedrohte Rom*nja, die aus Mazedonien, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien geflohen sind, besetzen mit Zelten Teile der KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie protestieren damit für ein gesichertes Bleiberecht und entkommen so zunächst der drohenden Abschiebung. Trotz der Gewährung von Kirchenasyl durch die auf dem Gelände ansässige evangelische Versöhnungskirche droht die Landesregierung mit einer Räumung des Zeltlagers. Unter diesem Druck löst sich die Fluchtburg Dachau nach 54 Tagen erfolglos auf.
1997 – 1. März
Die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und ihre Jugendorganisation mobilisieren zu einer bundesweiten Großdemonstration gegen die im Münchner Rathaus gezeigte Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht – Vernichtungskrieg 1941–1944“. Auch die CSU ist gegen die Ausstellung, die die Beteiligung der Wehrmacht an Kriegsverbrechen und Völkermord thematisiert. Beispielsweise erhalten 300.000 Münchner Haushalte eine Postwurfsendung des Landtagsabgeordneten Peter Gauweiler (CSU), in der die Ausstellung kritisiert wird. Etwa 10.000 couragierte Antifaschist*innen verhindern mit einer Blockade im Tal, dass die Abschlusskundgebung der bis dato größten Neonazi-Demonstration in München auf dem Marienplatz stattfinden kann.
1988
Der Rechtsstreit um den in München geborenen 14-jährigen Mehrfachstraftäter Muhlis Ari wird bundesweit als „Fall Mehmet“ bekannt. Nach einer längeren gerichtlichen Auseinandersetzung wird der Minderjährige aus Neuperlach im Herbst 1998 ohne seine Eltern in die Türkei abgeschoben. Es ist das erste Mal, dass ein Kind von rechtmäßig in Deutschland lebenden Ausländer*innen abgeschoben wird. Erst um die Jahrtausendwende wird klar, dass der damalige bayerische Innenminister Günther Beckstein und der Münchner Kreisverwaltungsreferent Hans-Peter Uhl (beide CSU) den Fall bewusst für Wahlkampfzwecke in die Öffentlichkeit brachten. Im November 2001 entscheidet der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, dass Muhlis Ari nach Deutschland zurückkehren darf. Nachdem er in Deutschland erneut straffällig wird, entzieht er sich der Strafe, indem er in die Türkei flüchtet.
1999 – Januar bis März
Die Bundesregierung plant eine Reform des Staatsbürgerschaftsrechts. Zukünftig soll jedes in Deutschland geborene Kind automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Die doppelte Staatsbürgerschaft soll für alle Eingebürgerten und alle in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern möglich sein. CDU und CSU beschließen, Unterschriften gegen die doppelte Staatsbürgerschaft zu sammeln. In München macht die CSU die Ausländerpolitik auch zum Schwerpunkthema des Kommunalwahlkampfes. Das führt zu Gegenprotesten und heftigen Auseinandersetzungen.
2001 – 13. Januar
Bei einer Geburtstagsfeier des Neonazis Martin Wiese im Wirtshaus Burg Trausnitz in der Zenettistraße wird der vorbeigehende griechische Münchner Artemios T. von Gästen Wieses fast totgeprügelt. Nur das Eingreifen von türkeistämmigen Passanten verhindert, dass die Neonazis weiter auf den wehrlos am Boden liegenden Artemios T. einprügeln können. Ein Täter findet zunächst bei der Burschenschaft Danubia Unterschlupf. Mitglieder derselben Burschenschaft fallen auch während des Gerichtsprozesses der Täter*innen durch Pöbeleien im Publikum auf. Das Strafverfahren um die Tat wird in ganz Deutschland als „Münchner Skinhead-Prozess“ bekannt.
2001 – 29. August
Rechtsterrorist*innen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermorden den türkeistämmigen Gemüsehändler Habil Kılıç im Stadtteil Ramersdorf. Die Polizei sucht jahrelang erfolglos im Umfeld der Familie und im Drogenmilieu nach den Täter*innen. Bis zur Selbstenttarnung des NSU im November 2011 leidet die Familie unter den falschen Verdächtigungen. Tatsächlich ist es der vierte von insgesamt neun rassistischen Morden mit derselben Tatwaffe.
2003 – 6. September
Martin Wiese und 13 weitere Münchner Neonazis werden verhaftet und wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Die sogenannte Schutzgruppe der Nazivereinigung Kameradschaft Süd hat sich Waffen und insgesamt 14 Kilogramm Sprengstoff beschafft und einen Anschlag auf die für den 9. November 2003 angesetzte Grundsteinlegung des jüdischen Gemeindezentrums am Sankt-Jakobs-Platz geplant. Weitere Anschläge sollten Moscheen, eine griechische Schule in München und Asylbewerberheime treffen. Als Rädelsführer wird Wiese im Mai 2005 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Sieben weitere Mitglieder der Gruppe erhalten mehrjährige Haftstrafen.
2005 – 15. Juni
Rechtsterrorist*innen des sogenannten NSU ermorden Theodoros Boulgarides im Laden seines Schlüsseldienstes im Münchner Westend. Die Polizei vermutet die Täter im Drogen- und Glücksspielmilieu. Die Familie leidet infolge der polizeilichen Ermittlungen unter sozialer Ausgrenzung. Es ist der siebente von insgesamt neun rassistischen Morden mit derselben Tatwaffe.
2007 – 20. Dezember
Ein türkischer und ein griechischer Münchner greifen im U-Bahnhof Arabellapark einen Rentner brutal an, der sie zuvor auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht hat. Die Täter werden wegen versuchten Mordes angeklagt und nach Jugendstrafrecht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Beide müssen Deutschland während oder nach der Haft verlassen. Als „U-Bahn-Schläger von München“ wird der Fall bundesweit in den Medien diskutiert. Im Kommunalwahlkampf wirbt die Münchner CSU für ihren Oberbürgermeisterkandidaten Josef Schmidt mit einem Wahlplakat, das ein Originalbild der Tat zeigt. Zu sehen ist, wie einer der beiden Täter auf die Silhouette des Rentners eintritt. In dem weiß ausgesparten Umriss ist zu lesen: „… damit Sie nicht der Nächste sind.“
2010 – 4. Mai
Mit einer bayernweiten Demonstration protestieren Geflüchtete und Unterstützer*innen in München gegen die Versorgung von Geflüchteten mit Essenspaketen und für eine Auszahlung von Bargeld. Zuvor haben in vielen bayerischen Städten und Gemeinden Geflüchtete über mehrere Wochen die Annahme der Essenspakete boykottiert. Abgeschafft werden die Essenspakete in Bayern erst 2014.
2013 – April
Hamado Dipama vom Münchner Ausländerbeirat (heute Migrationsbeirat) unternimmt gemeinsam mit weiteren dunkelhäutigen Münchnern einen Test. Er will herausfinden, bei wie vielen Diskotheken sie an der Tür abgewiesen werden. Das Ergebnis und die anschließenden Gerichtsverhandlungen zeigen, dass an Münchner Diskotüren rassistisch diskriminiert wird. Bundesweit wird über den Test berichtet, und viele Medien wiederholen den Test in verschiedenen Städten.
2013 – 6. Mai
Der Prozess gegen die Haupttäter*innen und Unterstützer*innen des sogenannten NSU beginnt in München. Zuvor attackieren Unbekannte linke Einrichtungen im Westend und das Büro des Bayerischen Flüchtlingsrats mit Steinen und Farbbeuteln. Vor der Kanzlei der Nebenklageanwältin und bayerischen Verfassungsrichterin Angelika Lex werden Fäkalien ausgebreitet und das Türschloss mit Sekundenkleber beschädigt. Zum Prozessbeginn kommen schon am 13. April mehr als 10.000 Menschen zu einer bundesweiten Großdemonstration unter dem Motto „Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus“ zusammen. Sie zeigen so auch ihre Solidarität mit den Hinterbliebenen der rassistischen NSU-Mordserie. Das Urteil des Prozesses wird mehr als fünf Jahre später am 11. Juli 2018 verkündet.
2013 – 22. Juni
Im Anschluss an die „Non-Citizen-Demo“ in München am 22. Juni 2013 entscheiden sich rund 100 Geflüchtete zu einem Hungerstreik. Zusammen mit Unterstützer*innen bauen sie ein Protestcamp auf dem Rindermarkt auf. Sie fordern ihre Anerkennung als Flüchtlinge und die Abschaffung von Lagerpflicht, Essenspaketen und Arbeitsverboten. Ab dem 25. Juni gehen 48 der Beteiligten zu einem trockenen Hungerstreik über, unterlassen also auch das Trinken. Die Gesundheitssituation vieler Streikender verschlechtert sich massiv. 35 Personen werden zum Teil mehrfach ins Krankenhaus gebracht. Am frühen Sonntagmorgen (30. Juni 2013) wird das Camp der protestierenden Asylsuchenden am Rindermarkt von der Polizei geräumt. 2015 erklärt das Landgericht München diese Räumung nachträglich für rechtswidrig.
2014 – Sommer
Ein Aktionsbündnis wird gegründet, das das Thema Flucht und Migration von den Sammelunterkünften an den Stadträndern ins Herz der Stadt bringen will. Daraus erwächst im März 2015 die Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco, welche 2016 die renovierten Gebäude an der Müllerstraße bezieht.
2015 – 5. September
Mit der offiziellen Grenzöffnung Österreichs und Deutschlands wird dem Druck der Migrationsbewegungen aus Syrien, dem Irak und Iran im Sommer der Migration nachgegeben. Mehr als eine Million Menschen kommen nach Deutschland. Viele reisen über den Münchner Hauptbahnhof ein, wo sie von Münchner*innen mit Applaus und Willkommensplakaten begrüßt werden. Die Bilder dieser offenen Willkommenskultur und das ehrenamtliche Engagement der Stadtbevölkerung machen weltweit Schlagzeilen.
2016 – 22. Juli
Der 18-jährige Rechtsterrorist David Sonboly schießt in der McDonalds-Filiale am Olympia Einkaufszentrum (OEZ) sowie auf der Straße und im Einkaufszentrum selbst gezielt auf Jugendliche mit vermeintlichem Migrationshintergrund. Durch seine Schüsse sterben neun Menschen, fünf werden verletzt. Nach stundenlanger Suche und einer stadtweiten Panik, in der viele Gerüchte über weitere Schüsse in der Innenstadt kursieren, stellt eine Polizeistreife den Täter in der Nähe des OEZ, woraufhin dieser sich selbst tötet. Obwohl der Täter in rechtsextremistischen Chatgruppen verkehrte, sich bewusst für den fünften Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Utøya entschied und sein rassistisches Motiv deutlich formuliert hat, stufen die Ermittlungsbehörden und der bayerische Verfassungsschutz die Tat zunächst als nicht politisch motivierten Amoklauf ein. Von der Stadt München in Auftrag gegebene Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass der Anschlag als eine „politisch motivierte rechte Tat“ eingeordnet werden muss. Viele Angehörige der beim Anschlag Ermordeten kämpfen bis heute für weitere Aufklärung und eine aktive Erinnerung.
2018 – 18. Juli
Unter dem Motto „#ausgehetzt“ demonstrieren in München etwa 25.000 Menschen gegen den massiven Rechtsruck, die Einschränkung der Menschen- und Freiheitsrechte in der Flüchtlingspolitik und die Ausweitung des Überwachungsstaates. Mit polarisierenden Aussagen zum Thema Migration haben CSU-Politiker im Landtagswahlkampf auf sich aufmerksam gemacht. So erklärt der Parteivorsitzende Horst Seehofer im September die „Migration zur Mutter aller politischen Probleme“, und der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag Alexander Dobrindt spricht von einer „Anti-Abschiebe-Industrie“, die es unmöglich mache, Straftäter*innen abzuschieben.
2020 – 6. Juni
Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer Polizeikontrolle in Minneapolis (USA) kommt es weltweit zu Black-Lives-Matter-Protesten. Sie demonstrieren ihre Solidarität mit der Afroamerikanischen Bevölkerung, machen aber auch auf den Rassismus vor Ort aufmerksam. In München findet mit mindestens 25.000 Teilnehmer*innen auf dem Königsplatz die größte dieser Demonstrationen in Deutschland statt.
2024 – 21. Januar und 11. Februar
Im November 2023 unterhalten sich bei einem geheimen Treffen in Potsdam führende Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) gemeinsam mit finanzstarken Geldgeber*innen und Mitgliedern der Werteunion darüber, wie Menschen nach rassistischen Kriterien aus Deutschland vertrieben und abgeschoben werden können. Als das publik wird, gehen bundesweit Menschen gegen diese Bestrebungen auf die Straße. An einer Demonstration für Demokratie und gegen Rechtsextremismus nehmen im Januar 2024 laut Polizei mehr als 100.000 Personen teil. Die Veranstaltung muss wegen des großen Andrangs abgebrochen werden. Im Februar versammeln sich auf der Theresienwiese erneut mehr als 100.000 Münchner*innen und setzen mit einem Lichtermeer ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
2024 – 5. September
Ein 18-jähriger Österreicher gibt in München vermutlich aus islamistischen und antisemitischen Motiven neun Schüsse aus einem Schweizer Karabiner ab. Er zielt unter anderem auf das israelische Generalkonsulat und das NS-Dokumentationszentrum. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wird der Täter getötet. Es kommen keine weiteren Personen zu Schaden. Es ist der 52. Jahrestag des Terroranschlags auf die israelische Sportmannschaft während der Olympischen Sommerspiele 1972.