Subwoofer der Soundanlage aus dem Technoclub Harry Klein
LB Lautsprecher und Beschallungstechnik GmbH, 1996
Münchner Stadtmuseum
In den 2000er Jahren zogen zahlreiche Clubs in die Münchner Innenstadt um. Seitdem ist das Nachtleben dort zunehmend geprägt von Konflikten mit Anwohner*innen, die sich vom zunehmenden Lärm belästigt fühlen. Die Clubs und Bars sind diesbezüglich nicht nur auf die Zurückhaltung der Feiernden und auf Zusammenarbeit angewiesen, viele müssen auch enorme Kosten aufwenden, um die behördlichen Auflagen für den Lärmschutz zu erfüllen.
Ein eindrückliches Beispiel hierfür stellte das Raumkonzept des Clubs Harry Klein dar. Um Lärmproblemen vorzubeugen, wurde eine absolut schalldichte Raum-in-Raum-Konstruktion aus Beton geschaffen, die den 180 Tonnen schweren Clubraum auf elf Federn schweben ließ und den Schall direkt in das Fundament ableitete. Zwischen dem Clubraum und den Außenwänden des Gebäudes wurde zusätzliches Dämmmaterial verarbeitet. Außerdem sorgte eine Schleuse zwischen Eingang und Clubraum für weiteren Schallschutz, damit die wummernden Bässe des Subwoofers nicht nach außen dringen konnten.