Tapisserie „Das Wahlrecht“
Tapisserie „Das Wahlrecht“
Baumwolle und Kunstfaser, Beate Passow, 2021
Münchner Stadtmuseum
Mit der demokratischen Verfassung des Freistaats Bayern (1919 in Kraft getreten, 1933 aufgehoben) erhielt die Frauenrechtsbewegung eine Anerkennung von fundamentaler Bedeutung: „Alle Bayern sind vor dem Gesetze gleich.“ Hier wurde eine rechtliche Gleichstellung aller hergestellt. Dass Frauen erstmals eine Wahlberechtigung hatten, ist eine Folge davon.
Das Münchner Foto mit den Aktivistinnen (v.l.n.r.) Sophia Goudstikker, Minna Cauer, Lily von Gizycki, Marie Sitt und Anita Augspurg entstand im Fotoatelier Elvira in der Von-der-Tann-Straße (1896 eröffnet, die Fassade wurde 1937 abgetragen). Darüber stehen Porträts von Bürgerrechtlerinnen in den Vereinigten Staaten von Amerika während der 1960er Jahre. Die Fotomontage ist als digitale Reproduktion in der Technik der Weberei ausgeführt, einer Handarbeit, die traditionell von Frauen geleistet wurde.
Beate Passow lebt und arbeitet in München.