Dirndlkleid der Olympiahostessen

Heller Salzburger Trachten, Baumwolle und Chemiefasertaft, 1972 
Münchner Stadtmuseum

Bei den Olympischen Sommerspielen 1972 betreuten mehr als 1.500 Hostessen die Sportler*innen, Funktionär*innen und das Publikum. Für ihre Arbeit wurden sie in einheitlich geschnittene Trachten eingekleidet, himmelblau und wolkenweiß. Für Otl Aicher, den grafischen Designer der Spiele, waren das die Farben der oberbayerischen Landschaft.

André Courrèges, der Couturier aus Paris, der den Dresscode der Veranstaltung maßgeblich modernisierte, konnte sich mit den folkloristischen Dirndln nicht anfreunden. Vielleicht schien es ihm diskriminierend zu sein, Frauen immer noch eine Schürze umzubinden. Seine Entwürfe für das Olympiapersonal waren unisex. 

Die bekannteste Hostess im Olympiadirndl ist die damalige Dolmetscherin Silvia Sommerlath aus Heidelberg, seit 1976 Königin Silvia von Schweden.

Farbfoto im Hochformat. Zu sehen ist ein Dirndlkleid auf einer Figurine vor hellem Hintergrund. Das Dirndlkleid besteht aus einem hellblauen kurzen Rock und einem hellblauen Mieder, einer weißen, kurzärmligen Bluse mit Stehkragen und einer weißen Schürze, auf der links ein blauer Strahlenkranz gestickt wurde.