Neuperlach im Münchner Osten

Fotografien, Johann Georg Mitterer, 2024
Münchner Stadtmuseum

Im Südosten Münchens wurde ab 1967 ein Plan zur Stadtentwicklung realisiert, den man aus dem Asterixheft kennt – die Trabantenstadt. So entstand Neuperlach, bundesweit die größte Siedlungsmaßnahme der damaligen Zeit. Sie bietet 25.000 Wohnungen für Haushalte, die sich die Stadt nicht mehr leisten können. Man lebt, so die Planer, in der „Stadt neben der Stadt“. 

Das Wohnen, Arbeiten und Schlafen in vereinheitlichten Hochhäusern zu neun Etagen gilt vielen als unwirtlich und trostlos. Andere kritisieren die verschwenderisch breit angelegten Straßen, benannt zum Beispiel nach Franz Kafka, Karl Marx und Curd Jürgens. Man überlegt, wie hier eine Verdichtung hergestellt werden könnte. 

Jene, die in Neuperlach wohnen, äußern sich überwiegend zufrieden. Die Anbindung an die Innenstadt ist gut. Mit der U-Bahn ist es eine Viertelstunde zum Hauptbahnhof. Eine neuere Studie über die Satellitenstadt hat den Titel: „Neuperlach ist schön“.

Farbfoto im Hochformat. In der unteren Bildhälfte ist ein zweigeteilter U- oder S-Bahn-Treppen Abgang zu sehen, der in das Zwischengeschoss eines unterirdischen Bahnhofs führt. Auf einem Hinweisschild ist „Neuperlach Zentrum“ zu lesen. Darüber kann man die dicke Betondecke erkennen. Im oberen Bildteil erheben sich Gebäude, Türme und eine Ampel in den dunkelblauen, dämmernden Himmel.