Kopie nach dem „Sandtnermodell“ der Stadt München

Maßstab 1:350, Lindenholz, 1927–1933

Münchner Stadtmuseum

Das Holzmodell zeigt die Stadt München im späten 16. Jahrhundert. Es hat seinen Namen von Jakob Sandtner, einem Drechslermeister, der damals die Residenzen des bayerischen Herzogs für die herrschaftliche Kunstkammer in Stadtmodellen nachgebaut hatte. Neben München waren das Landshut, Straubing, Burghausen und Ingolstadt, die territorialen Zentren Altbayerns. 

Bei der Betrachtung des München-Modells fällt zweierlei ins Auge. Zum einen sind es die beiden Achsen, die von Ost nach West und von Nord nach Süd den Grundriss gliedern; sie kreuzen sich im heutigen Marienplatz. Zum anderen ist es die Stadtmauer. Sie ist von mehreren großen Toren durchbrochen, über die der Zugang zur Stadt geregelt wurde. 

In den Jahren um 1800 hat man widerwillig damit begonnen, die Mauern abzutragen und eine Ringstraße anzulegen. Hier setzte die systematische Erweiterung der Stadt ein, durch die jetzt auch die Isar floss. München erhielt neue Horizonte.