Alexander Steig

München ist ein guter Ort für Künstlerinnen. So meine

Wahrnehmung im Vergleich mit anderen Landesmetropolen

(Hannover, Bremen, Berlin und Köln),

die mir etwas vertraut sind. Das liegt natürlich auch

am Zusammenhalt der Akteur:innen, die als Kolleg:innen

oder Vertreter:innen anderer Kultursparten die

kulturelle Vielfalt der Stadt gestalten. Nicht die großen

Häuser machen die Mehrheit der Stadtkultur aus,

auch wenn sie medial viel Aufmerksamkeit erhalten,

sondern die vielen Projekte der freien Szene und der

vielen soloselbstständigen Kunstschaffenden. Ja, das

ist sehr verkürzt und ich spiel hier keine Einrichtung

gegeneinander aus. Wir brauchen sie alle. Aber wir

brauchen auch eine Entbürokratisierung der Förderung.

Denn ehrlich gesagt besteht eine grandiose Unverhältnismäßigkeit

beim Erstellen und berechnen

der „Förderprosa“, bei der Verantwortung, die Mittelbewilligungen

(Geld) mit sich bringen, bei den Verwendungsnachweisen…

gegenüber den inhaltlichen

und organisatorischen Belangen von Projekten, die

„wir“ den Büger:innen unserer Stadt anbieten. Wem

erzähle ich das? Dafür auch Arbeitsstunden geltend zu

machen, den Posten Verwaltung bei Förderanträgen

neben Honoraren miteinrechnen zu dürfen, wäre ein

großer Gewinn. Das gehe ich (wir vom Vorstand des

BBK Muc/Obb) an. Unter vielen anderen Themen.

 

Alexander Steig

Schwarzweiß-Zeichnung einer Zimmerecke. Es wurde nur der Boden und zwei Seitenwände angedeutet. Im Vordergrund ein Regal mit Ordnern, daneben auf dem Boden gestapelt ebenfalls Ordner. Dahinter in der linken Bildhälfte ein Schreibtisch mit einer Figur. Im hinteren linken Bildbereich befindet sich eine Türöffnung.